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Förderwegweiser BW




Förderung von Entwicklungs- und Marketingprojekten durch das Land Baden-Württemberg, insbesondere im Rahmen der Regionalkampagne „Natürlich. VON DAHEIM“ und dem Aktionsplan ,Bio aus Baden-Württemberg‘

 

Auf der Grundlage des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes (LLG) und im Auftrag des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) unterstützt die MBW Marketing- und Absatzförderungsgesellschaft für Agrar- und Forstprodukte aus Baden-Württemberg mbH (MBW) projektbezogen gemeinschaftliche Aktivitäten für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel mit dem Bio-Zeichen Baden-Württemberg (BioZBW), dem Qualitätszeichen Baden-Württemberg (QZBW)  sowie für Produkte mit einer geschützten Herkunftsangabe (g. g. A. / g. U. / g. t. S.) nach dem einschlägigen EU-Recht. Zielsetzung dabei ist, den Anteil der Produkte, die eine gesicherte Produkt- und Prozessqualität über dem gesetzlichen Standard sowie ein Qualitätssicherungssystem für nachvollziehbare und transparente Herkunft vom Acker bis zur Theke gewährleisten können, zu erhöhen und dabei deren Erzeuger und Verarbeiter zu unterstützen. Für Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft besteht die Möglichkeit sich an den Aktivitäten des Gemeinschaftsmarketings, insbesondere im Rahmen der Regionalkampagne und des Aktionsplans ‚Bio aus Baden-Württemberg‘ - auch im Kontext der Ziele des Biodiversitätsstärkungsgesetzes -  zu beteiligen und die entsprechenden Möglichkeiten zu nutzen.

Ziel ist die Stärkung sowie eine Steigerung der Wertschöpfung und der Wettbewerbsfähigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Lebensmitteln - von der landwirtschaftlichen Erzeugung bis zum Endverbraucher- unter Berücksichtigung der Verbesserung der Qualität, der Nachvollziehbarkeit einer definierten Produkt- und Prozessqualität u. a. als Beitrag zur Nachhaltigkeit (Biodiversität, Klimaschutz, Tierwohl, Arbeitsbedingungen).

Daher soll der Absatz von Qualitätsprodukten mit dem BioZBW, dem QZBW sowie von Produkten mit einer geschützten Herkunftsangabe entsprechend dem einschlägigen EU-Recht (g. g. A. / g. U. / g. t. S.) gefördert werden, indem die Vorzüge dieser Qualitätsregelungen und deren Bekanntheit erhöht und entsprechende Verbraucherinformationen bereitgestellt werden. Zudem sollen die Erzeuger, Verarbeiter und Vermarktungseinrichtungen zur Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur Herstellung und Vermarktung entsprechender Qualitätsprodukte ermutigt werden. Damit kann den Absatzmittlern ein attraktives Angebot gemacht werden, um solche Qualitätsprodukte erfolgreich vermarkten zu können. (Basis-)Studien für die Weiterentwicklung und ggf. Ausrichtung bestimmter Sektoren (z. B. Ernährungshandwerk) und neuartige, innovative Vermarktungsansätze und -konzepte können in diesem Kontext zielführend sein.

 

Förderinstrumente – Projektförderung

Entsprechend den unterschiedlichen Zielsetzungen und den damit verbundenen Aufgabenstellungen können zwei Förderprojektkategorien genutzt werden.

  • Marketingprojekte

Mit dieser Projektkategorie wird die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen gefördert, die schwerpunktmäßig der Bekanntmachung der Produkt- und Prozessqualität entsprechend anerkannten Qualitätsregelungen Baden-Württembergs und der EU (QZBW, BioZBW, g. g. A. / g. U. / g.t. S) dienen. Diese Projektkategorie eignet sich insbesondere für Zeichennutzer oder Teilnehmer der anerkannten Qualitätsregelungen Baden-Württembergs und der EU (QZBW, BioZBW, g. g. A. / g. U. / g.t. S).  

Die Projektlaufzeit beträgt in der Regel max. 12 Monate. 

  • Entwicklungsprojekte

Mit dieser Projektkategorie wird die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen gefördert, die schwerpunktmäßig der Entwicklung und Umsetzung innovativer Ansätze und Verfahren, der Produktentwicklung, dem Aufbau und der Entwicklung der erforderlichen Strukturen für die Erzeugung und Markteinführung von Qualitätsprodukten, entsprechend einschlägiger anerkannter Qualitätsregelungen, sowie der Vermarktung einschl. Verbraucherinformation dienen. Diese Projektkategorie eignet sich insbesondere für Verarbeiter oder Erzeuger welche noch nicht an den anerkannten Qualitätsregelungen Baden-Württembergs und der EU (QZBW, BioZBW, g. g. A. / g. U. / g.t. S) teilnehmen, dies jedoch anstreben.

Die Projektlaufzeit beläuft sich in der Regel auf max. 24 Monate (in Ausnahmefällen bis max. 36 Monate). 

 

Fristen

Pro Jahr gibt es, in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel, bis zu zwei Aufrufe zur Einreichung von Förderanträgen für Marketing- und Entwicklungsprojekte bei der MBW.

Bitte beachten Sie: Aktuell besteht keine Möglichkeit zur Einreichung von Projektanträgen. Der Frist für den letzten Förderaufruf war am 15.03.2021. Sobald der nächste Förderaufruf startet, wird dies hier unter Nennung der Einreichungsfrist bekanntgegeben.

Die MBW prüft alle fristgerecht eingegangenen Projektanträge auf die Einhaltung der formalen Vorgaben und ihre grundsätzliche Förderfähigkeit. Alle Anträge, die grundsätzlich förderfähig sind, werden im Sinne der Gleichbehandlung sowie zur Sicherstellung einer hohen Effizienz dieser Förderinstrumente nach transparenten und nachvollziehbaren Kriterien (→ Übersicht der Bewertungskriterien) bewertet und in Form einer Bestenauslese unter Berücksichtigung der thematischen Schwerpunkte durch ein von der MBW bestimmtes Fachgremium ausgewählt. Das MLR behält sich eine finale Entscheidung, auch abweichend von der Bewertung der MBW, vor.

 

Förderausschluss

Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn (VZMB) führt grundsätzlich zum Förderausschluss. Erst mit Erhalt der Bewilligung darf mit jeglichen Projektmaßnahmen begonnen werden. Die Stellung eines → Antrags auf vorzeitigen Beginn ist unbeschadet davon möglich. Mit dem Beginn der Maßnahme kann aber erst dann gestartet werden, wenn der vorzeitige Beginn gewährt wird.

Nicht förderfähig sind grundsätzlich (nicht abschließende Aufzählung):
Umsatzsteuer sofern die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug besteht, Erwerb von Grundstücken und Gebäuden, Kauf und Leasing von Kraftfahrzeugen und Kauf neuer und gebrauchter Maschinen, Instrumente und Ausrüstungsgegenstände, Nachdrucke, Beiträge zu gesetzlich nicht vorgeschriebenen Versicherungen, Zuführungen zu Rücklagen, nicht-kassenwirksamen Aufwendungen und Kosten (Abschreibungen, Bildung von Rückstellungen, kalkulatorische Zinsen etc.), organisationseigene Personalkosten.

 

Ansprechpartner

Es besteht die Möglichkeit zur erforderlichen Konkretisierung von einer Projektidee hin zu einem entsprechenden Projekt bzw. Projektantrag die Expertise der MBW Marketinggesellschaft und ggf. des MLR im Vorfeld zu nutzen. Somit kann die grundsätzliche Förderfähigkeit des Vorhabens sichergestellt werden.

Ansprechpartnerin für Projekte im Bereich QZBW und Geoschutz:

Frau Stefanie Hinderer

Tel.: 0711/66670 61

hinderer@mbw-net.de

 

Ansprechpartnerin für Projekte im Bereich Bio-Zeichen BW:

Frau Carina Hauer

Tel.: 0711/66670 86

hauer@mbw-net.de

 

FAQ zum Förderwegweiser BW



Die Antragsdokumente müssen jeweils vollständig und fristgerecht bei der MBW auf dem Postweg oder digital unter projektantrag@mbw-net.de eingegangen sein.

Die Einreichungsfrist für den aktuellen Förderaufruf ist der 15. März 2021.

 


Die Höhe der Förderung richtet sich nach den geplanten Maßnahmen und der Beihilfeintensität, die in der Regel 30 % – in Ausnahmefällen bis max. 50 % – der tatsächlich entstandenen förderfähigen Kosten beträgt.

Wird eine Beihilfeintensität von 50 % beantragt, ist eine schriftliche Begründung hierfür (formlos) mit dem Projektantrag einzureichen.


Pro Jahr gibt es, in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel, bis zu zwei Förderaufrufe zur Einreichung von Förderanträgen für Marketing- und Entwicklungsprojekte bei der MBW.

Ein zweiter Aufruf erfolgt Ende 2021, sofern entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.


Gefördert werden gemeinschaftliche Projekte von Gruppen, zum Beispiel einer Erzeugergruppierung, Vermarktungsorganisation oder einer Projektgruppe von Teilnehmern der Qualitätsprogramme des Landes Baden-Württemberg (QZBW und BioZBW) sowie Teilnehmern an den Qualitätsregelungen der EU, soweit sie rechtsfähig sind.

Eine einzelbetriebliche Förderung ist nicht möglich.


Investitionsgüter, Sachanlagen und Umbauten sind im Rahmen eines Entwicklungs- oder Marketingprojektes grundsätzlich nicht förderfähig.


Eine Investitionsförderung kann unter anderem über das →Agrarinvestitionsförderprogramm oder die →Marktstrukturförderung des Landes Baden-Württemberg beantragt werden.

Alle Informationen zu den möglichen Förderprogrammen des Landes Baden-Württemberg finden Sie auf der Seite des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter dem →Förderwegweiser MLR


Eine Firmengründung ist grundsätzlich nicht förderfähig.


Ein De-minimis Antrag ist erforderlich wenn

1. die Antragsteller*innen keine Teilnehmer der Qualitätsprogramme des Landes Baden-Württemberg (QZBW und BioZBW) oder der Qualitätsregelungen der EU (sog. Geoschutz) sind und dies auch nicht im Rahmen eines Entwicklungsprojektes angestrebt wird.

2. die gesamte Beihilfeintensität des geplanten Projektes den Prozentsatz von 50 % aus öffentlichen Mitteln (Bund, Länder, Gemeinden) übersteigt.


Eine Kooperationsvereinbarung ist erforderlich, wenn es sich bei den Antragssteller*innen nicht um eine formelle Vereinigung (e.V., w.V., e.G., Erzeugergemeinschaft mit entsprechender Rechtsform etc.) handelt.

Ebenso ist eine Kooperationsvereinbarung erforderlich wenn nicht alle Mitglieder der Vereinigung von der Projektförderung profitieren oder sich nicht alle Mitglieder der Vereinigung am Projekt beteiligen. Die betreffenden Mitglieder der Vereinigung sind dann in einer → Kooperationsvereinbarung aufzuführen.


Bei der Vergabe von Aufträgen, welche durch Zuwendungen finanziert sind, sind die nach Nr. 3 ANBest-P vorgegebenen Bestimmungen grundsätzlich einzuhalten.


Mit dem Projekt darf nicht vor dem Vorliegen einer unterzeichneten Zuwendungsvereinbarung begonnen werden. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn führt zum Förderausschluss. Als Maßnahmenbeginn ist die Vergabe von Aufträgen zu sehen.

Die Stellung eines Antrags auf vorzeitgen Maßnahmenbeginn mittels des entsprechenden Formblatts unter Angabe von Gründen ist unbeschadet davon möglich.