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Förderwegweiser BW




Förderung von Entwicklungs- und Marketingprojekten

durch das Land Baden-Württemberg

 

Auf der Grundlage des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes (LLG) und im Auftrag des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) unterstützt die MBW Marketing- und Absatzförderungsgesellschaft für Agrar- und Forstprodukte aus Baden-Württemberg mbH (MBW) projektbezogen gemeinschaftliche Aktivitäten für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel die insbesondere nach den Bestimmungen des Biozeichens Baden-Württemberg (BIOZBW) bzw. des Qualitätszeichens Baden-Württemberg (QZBW) hergestellt werden oder hergestellt werden sollen, sowie für Produkte mit einer geschützten Herkunftsangabe (g. g. A. / g. U. / g. A. /g . t. S) nach dem einschlägigen EU-Recht.

Für Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft besteht in diesem Rahmen die Möglichkeit für projektbezoge gemeinschaftliche Aktivitäten im Rahmen der Notifizierung der EU-Kommission oder der De-minimis-Regelung eine Förderung durch das Land Baden-Württemberg zu beantragen (Entwicklungs- und Marketingprojekte).

 

Die vollständige Beschreibung der förderfähigen Maßnahmen, Fördervoraussetzungen und Höhe der Förderung entnehmen Sie bitte der → Beschreibung zum Förderverfahren.

 


1. Ziele

Zielsetzung ist es, den Absatz und die Wertschöpfung von Produkten, die eine gesicherte Produkt- und Prozessqualität sowie ein Qualitätssicherungssystem für nachvollziehbare und transparente Herkunft vom Acker bis zur Theke gewährleisten können, zu erhöhen und dabei deren Erzeuger und Verarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu unterstützen. Weiter sollen die Vorzüge der Qualitätsregelungen (QZBW, BIOZBW, EU-Herkunftsschutz) und deren Bekanntheit erhöht und entsprechende Verbraucherinformationen bereitgestellt werden.

 


2. Förderschwerpunkte

Der Schwerpunkt des aktuellen Förderaufrufs liegt im Kontext der „Farm to fork“-Strategie der EU sowie des „Aktionsplans Bio aus Baden-Württemberg“ insbesondere auf Maßnahmen

  • zur Weiterentwicklung und Aufbau regionaler Wertschöpfungs- und Lieferketten.
  • zur Steigerung des Tierwohls und zur Stärkung der Biodiversität.
  • zur Entwicklung und Umsetzung kooperativer, innovativer und ganzheitlicher Konzepte für die Kommunikation mit Absatzmittlern und Verbrauchern.
  • zur Stärkung von Schutzgemeinschaft im Bereich der geschützten EU- Herkunftsangaben, welche Marktanalysen und Konzeptentwicklungen zur Nutzung des einschlägigen EU-Rechts umfassen

 


3. Förderinstrumente – Projektkategorien

Entsprechend den unterschiedlichen Zielsetzungen und den damit verbundenen Aufgabenstellungen können zwei Förderprojektkategorien genutzt werden.

 

Marketingprojekt
  • Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen, die schwerpunktmäßig der Bekanntmachung der Produkt- und Prozessqualität der Qualitätsregelungen Baden-Württembergs und der EU (QZBW, BIOZBW, g. g. A. / g. U. / g.t. S) dienen.
  • Zeichennutzer oder Teilnehmer der genannten Qualitätsregelungen
  • Projektlaufzeit max. 12 Monate
 
Entwicklungsprojekt
  • Entwicklung und Umsetzung innovativer Ansätze und Verfahren zur Qualitätsverbesserung, einschließlich Produktentwicklung
  • Aufbau und der Entwicklung der erforderlichen Strukturen für die Erzeugung und Markteinführung von Qualitätsprodukten mit den genannten Qualitätsregelungen (einschl. Vermarktung und Verbraucherinformation).
  • Verarbeiter oder Erzeuger welche noch nicht an den genannten Qualitätsregelungen teilnehmen, dies jedoch anstreben und bestehende Zeichennutzer oder Teilnehmer in den genannten Qualitätsregelungen
  • Projektlaufzeit max. 24 Monate (in Ausnahmefällen bis max. 36 Monate)

 

Die ausführliche Beschreibung der Förderinstrumente, sowie der förderfähigen Maßnahmen finden Sie in der Beschreibung Förderfervahren.

Hinweis: Ggf. können Projekte mit EU-Förderprogrammen (z. B. LIFE) verknüpft werden einschl. Kofinanzierung), sofern dies die einschlägigen Bestimmungen dieser EU-Förderprogramme ausdrücklich zulassen. 

 


4. Förderausschluss

Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn (VZMB) führt grundsätzlich zum Förderausschluss. Erst mit Erhalt der Bewilligung darf mit jeglichen Projektmaßnahmen begonnen werden. Die Stellung eines → Antrags auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn ist unbeschadet davon möglich. Mit dem Beginn der Maßnahme kann aber erst dann gestartet werden, wenn der vorzeitige Maßnahmenbeginn gewährt wird.

Nicht förderfähig sind grundsätzlich (nicht abschließende Aufzählung):
Rabatte und Skonti, Umsatzsteuer sofern die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug besteht, Erwerb von Grundstücken und Gebäuden, Kauf und Leasing von Kraftfahrzeugen, Kauf neuer und gebrauchter Maschinen, Instrumente und Ausrüstungsgegenstände, Nachdrucke, Beiträge zu gesetzlich nicht vorgeschriebenen Versicherungen, Zuführungen zu Rücklagen, Eigenleistungen, nicht-kassenwirksame Aufwendungen und Kosten (Abschreibungen, Bildung von Rückstellungen, kalkulatorische Zinsen etc.).

 


5. Termine und Fristen

Anträge können bis 05.07.2022 (18 Uhr) eingereicht werden.

Die Antragsdokumente müssen jeweils vollständig und fristgerecht bei der MBW auf dem Postweg oder digital unter projektantrag@mbw-net.de eingereicht werden.

 

Alle wichtigen Termine und Fristen:
Start des Förderaufrufs: Mi 04.05.2022
Informationstermin 1: Di 17.05.2022
Informationstermin 2: Mi 08.06.2022
Einreichungsfrist: Di 05.07.2022
Rückmeldedatum: Fr 29.07.2022
Einreichungsfrist bei Nachforderungen: Fr 12.08.2022

 


6. Formulare und Dokumente

 

Vollständige Beschreibung des Förderverfahrens:

 

Antragsdokumente:

 

Informationen und Hinweise zum Förderverfahren:

 


7. Beratung

Es besteht die Möglichkeit zur erforderlichen Konkretisierung von einer Projektidee hin zu einem entsprechenden Projekt bzw. Projektantrag die Expertise der MBW Marketinggesellschaft und ggf. des MLRs im Vorfeld zu nutzen. Hierzu bietet die MBW zwei digitale Informationstermine an, an welchen über das Förderverfahren (Antrag, Schwerpunkte, formale Abwicklung etc.) informiert wird und Fragen gestellt werden können.

Informationstermin 1: Dienstag 17.05.2022, 9 bis 11 Uhr

Informationstermin 2: Mittwoch 08.06.2022, 10 bis 12 Uhr

Zu den Informationsterminen können Sie sich unter diesem Link anmelden. Die Zugangsdaten gehen Ihnen rechzeitg vor Terminbeginn per Mail zu.


 

Sie haben Fragen?

Bitte beachten Sie unseren FAQ zum Förderverfahren der MBW und die beiden Informationstermine. In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte unter projektantrag@mbw-net.de an uns.

 

 

FAQ zum Förderverfahren der MBW



Pro Jahr gibt es, in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel, bis zu zwei Förderaufrufe zur Einreichung von Förderanträgen für Marketing- und Entwicklungsprojekte bei der MBW.

Ein zweiter Aufruf erfolgt Ende 2021, sofern entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.


Gefördert werden gemeinschaftliche Projekte von Gruppen, zum Beispiel einer Erzeugergruppierung, Vermarktungsorganisation oder einer Projektgruppe von Teilnehmern der Qualitätsprogramme des Landes Baden-Württemberg (QZBW und BIOZBW) sowie Teilnehmer*innen an den Qualitätsregelungen der EU, soweit sie rechtsfähig sind.

Eine einzelbetriebliche Förderung ist nicht möglich.


Investitionsgüter, Sachanlagen und Umbauten sind im Rahmen eines Entwicklungs- oder Marketingprojektes grundsätzlich nicht förderfähig.


Eine Investitionsförderung kann unter anderem über das →Agrarinvestitionsförderprogramm oder die →Marktstrukturförderung des Landes Baden-Württemberg beantragt werden.

Alle Informationen zu den möglichen Förderprogrammen des Landes Baden-Württemberg finden Sie auf der Seite des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter dem →Förderwegweiser MLR


Eine Firmengründung ist grundsätzlich nicht förderfähig.


Ein De-minimis Antrag ist erforderlich wenn

1. die Antragsteller*innen keine Teilnehmer der Qualitätsprogramme des Landes Baden-Württemberg (QZBW und BIOZBW) oder der Qualitätsregelungen der EU (sog. Geoschutz) sind und dies auch nicht im Rahmen eines Entwicklungsprojektes angestrebt wird.

2. die gesamte Beihilfeintensität des geplanten Projektes den Prozentsatz von 50 % aus öffentlichen Mitteln (Bund, Länder, Gemeinden) übersteigt.


Eine Kooperationsvereinbarung ist erforderlich, wenn es sich bei den Antragssteller*innen nicht um eine formelle Vereinigung (e.V., w.V., e.G., Erzeugergemeinschaft mit entsprechender Rechtsform etc.) handelt.

Ebenso ist eine Kooperationsvereinbarung erforderlich wenn nicht alle Mitglieder der Vereinigung von der Projektförderung profitieren oder sich nicht alle Mitglieder der Vereinigung am Projekt beteiligen. Die betreffenden Mitglieder der Vereinigung sind dann in einer → Kooperationsvereinbarung aufzuführen.


Bei der Vergabe von Aufträgen, welche durch Zuwendungen finanziert sind, sind die nach Nr. 3 ANBest-P vorgegebenen Bestimmungen grundsätzlich einzuhalten.


Mit dem Projekt darf nicht vor dem Vorliegen einer unterzeichneten Zuwendungsvereinbarung begonnen werden. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn führt zum Förderausschluss. Als Maßnahmenbeginn ist die Vergabe von Aufträgen zu sehen.

Die Stellung eines Antrags auf vorzeitgen Maßnahmenbeginn mittels des entsprechenden Formblatts unter Angabe von Gründen ist unbeschadet davon möglich.